Klima- oder Kohlekanzlerin?

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Frau Merkel muss sich entscheiden

Für mehr Einsatz der Bundeskanzlerin zum Schutz des Klimas gingen heute deutschlandweit Greenpeace-Aktivisten in 62 Städten auf die Straße. Auch wir in Bremerhaven waren mit dabei und forderterten von Frau Merkel ihren internationalen Versprechungen endlich national Taten folgen zu lassen und einen schrittweisen Ausstieg aus der Kohlekraft anzukündigen. Wir standen auf dem Dach des Atlantic Hotels Sailcity und fragten: "Klima- oder Kohlekanzlerin?"

Deutschland wird sein Klimaziel im Jahr 2020 nur erreichen können, wenn die  Kohleverstromung deutlich reduziert wird. Die vorgeschlagene Klimaabgabe auf alte Kohlekraftwerke wird von Kohlekonzerne, Gewerkschaften und dem Wirtschaftsflügel der CDU blockiert. Unter dem massiven Druck will Gabriel nur noch 16 Millionen Tonnen CO2 einsparen statt der ursprünglichen 22 Millionen Tonnen. So verfehlt die Bundesregierung jedoch ihr Klimaziel und blamiert sich beim kommenden G7-Gipfel im bayerischen Elmau. Anfang Juni beraten dort die sieben größten Industriestaaten über Klimaschutz. Das Ergebnis gilt als wichtiges Signal für den Weltklimagipfel Ende 2015 in Paris.

36 Kohlekraftwerke können sofort abgeschaltet werden

Deutschland benötigt einen Großteil der schmutzigen Kohlekraftwerke gar nicht mehr für eine gesicherte Energieversorgung, wie Greenpeace kürzlich mit einer Studie belegte. Durch den stetigen Ausbau der Erneuerbaren Energien könnten die 36 ältesten Kohlemeiler sofort vom Netz gehen. Merkel muss endlich erklären, wie sie in Deutschland CO2 einsparen will, nur so hat sie als Gastgeberin die Chance, den G7-Gipfel zu einem internationalen Erfolg für das Klima zu führen.

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