Hähnchen-Stinkefinger bei McD.

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McDonald’s weiß, dass Gen-Pflanzen viele Umweltprobleme mit sich bringen. Vor 14 Jahren verpflichtete sich der Fast-Food-Riese, als eines der ersten Unternehmen in Deutschland auf Gen-Futter bei der Produktion von Chickenburger und ChickenNuggets zu verzichten. Nun kommt die Kehrtwende. Aus wirtschaftlichen Gründen wirft der Konzern die Verpflichtung über Bord  und ignoriert Verbraucherwünsche: Damit die ChickenNuggets billig bleiben, wird die umstrittene Gen-Soja genauso in Kauf genommen wie die miserablen Haltungsbedingungen.
 

Aktivisten protestieren vor zwei Filialen in Bremerhaven

Aus diesem Grund protetierte Greenpeace am Samstag, den 28.03.2015 vor den Filialen in der Bürgermeister-Smidt Straße und Stresemannstraße . Sie plakatieren die Fenster mit den Forderungen: „Stoppt genmanipuliertes Futter!“ und „Stoppt Massentierhaltung!“ Darauf ist eine Hühnerkralle in Form eines Stinkefingers zu sehen. Damit wollten die Aktivisten auf die geänderte Geschäftspolitik des Konzern aufmerksam machen und gegen Billigfleisch bei McDonald's protestieren.
 

McDonald’s Deutschland lässt zu, dass Gentechnik und Antibiotika im Futtertrog der Tiere landen. Den Verbrauchern wird Billigfleisch aus der Massentierhaltung verkauft. Eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag von Greenpeace zeigt jedoch, dass Verbraucher kein billiges, mit Gentechnik und Antibiotika produziertes Hähnchenfleisch wollen. „McDonald‘s missachtet die Wünsche der Verbraucher“, sagt Jonas Jung von Greenpeace Bremerhaven. „Die Folgen der rücksichtslosen Billigfleischproduktion müssen wir alle tragen – auch Verbraucher, die bei McDonald’s gar nicht essen.“


Die Produktion von Billigfleisch wirft nicht nur ethische Fragen nach dem richtigen Umgang mit Tieren auf, sondern hat auch gefährliche Folgen für Mensch und Umwelt. Dazu gehört die Zunahme multiresistenter Keime auf Hähnchenfleisch durch den hohen Einsatz von Antibiotika in den Ställen. Böden und Wasser werden durch hohe Nitratmengen aus Mist und Gülle belastet. Der Anbau gentechnisch veränderter Futtermittelpflanzen führt zudem zu einem vermehrten Einsatz von Agrarchemikalien.


Greenpeace fordert von McDonald’s und seinen Lieferanten eine nachhaltige und artgerechte Produktion von Fleisch, Eiern und Milch, den Verzicht von Gen-Futter sowie den Verzicht von in der Humanmedizin wichtigen Antibiotika. Den vorsorglichen Einsatz von Antibiotika lehnt Greenpeace ab.

 

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